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Lexikoneintrag - Darjeeling - Teelexikon

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Darjeeling - auch Darjiling bzw. dt. Dardschiling, tibet. svw. Dorf des Donners - Distrikthauptstadt und Höhenluftkurort (ca. 45000 Ew.) im Bundesstaat Westbengalen von Indien.
Die Entwicklung von Darjeeling begann ca. 1835 während der brit. Kolonialzeit. Später wurde Darjeeling bis 1947 Sommersitz der Verwaltung von Bengalen.

Darjeeling liegt in den Vorbergen des Himalaya zwischen Nepal und Bhutan in einer Höhe von 2185 m über dem Meeresspiegel. Die Umgebung von Darjeeling an den Hängen des Himalaya ist das Anbaugebiet für die DarjeelingTees.
Die ersten Pflanzversuche in dieser Gegend gehen auf die Mitte des 19. Jh.s zurück und der erste Teegarten 1 entstand 1852 in Tukvar. Bald schon folgten weitere in Doo- teriah, Ging, Ambootia, Tukdah und Phoobsering, etwas später in Badamtam und Makaibari. Die Teeproduktion nahm in der Folge einen rasanten Aufschwung, denn zwischen 1860 und 1874 verdoppelte sich die Anbaufläche, und es verneunfachte sich der Ertrag.

1984 gab es lt. YI/JUMEAU-LAFOND/WALSH 1984 in Darjeeling 61 Teegärten, die ähnlich wie etwa die großen franz. Weinbaugebiete klassifiziert sind: 13 Gärten gehörten zur 1. Klasse, 22 Gärten zur 2. und 26 zur 3. Klasse und die übrigen Gärten waren nicht klassifiziert. 1994 gab es 82 Teegärten und von 186000 Arbeitskräften wurden 11000 t Tee 4 produziert.

Etwa die Hälfte der Teegärten in Darjeeling sind als schon mehr als hundert Jahre alt. Die alten Gärten sind jedoch gut erhalten, der Ertrag liegt mindestens im Durchschnitt (oft sogar darüber) und die produzierten Tees sind meist von hervorragender Qualität. Natürlich werden alte und schwache Pflanzen ausgetauscht, doch ist dies sehr teuer, denn eine neu gesetzte Pflanze kann in Darjeeling erst nach 7 - 8 Jahren wirtschaftlich gepflückt werden.

Da die Blattproduktion der Teepflanze von der Umgebungstemperatur und der Sonnenscheindauer abhängt, hat sie in Darjeeling eine Wachstumspause von drei Monaten (Dezember - Februar). Die Sträucher treiben zwar in einem Jahr nicht öfter als 10 bis 15 mal aus, dennoch wird ca. 30 mal gepflückt, weil nicht jeder Sprößling bei der Pflückrunde schon die richtige Größe hat. Die Pflückintervalle bei der Ernte sind daher jahreszeitlich bedingt alle 5, 7, 9 oder 11 Tage.

Dies ist ein Ausschnitt aus dem Buch „Teelexikon – DAS Nachschlagewerk für alle Teetrinker!“
 
Mit freundlicher Unterstützung durch den Autor Dr. Hans-Bernd Böttger
 
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Literaturverweise
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