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Lexikoneintrag - Bi-Luo-Chun - Teelexikon

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Bi-Luo-Chun (OCT) bzw. Biluochun - auch Pi-Lo-Chun (ET) bzw. Pilochun, Pi-Lo- Chün, chin. svw. Jade-Frühling - legendärer chin. Tee 4, welcher in alten Aufzeich- nungen erwähnt wird, aber heute nicht mehr identifiziert werden kann.
Im Handel ist trotz der ausstehenden Klärung der Identität (oder gerade deswegen) Tee 4 mit dem Namen Bi-Luo_chun erhältlich, welcher vom Berg Dongting in der Nähe von Suzhou in der Provinz Jiangsu stammt, einer in den Tai-See hineinragenden Halbinsel. Angeblich wird dort seit 1300 Jahren Tee 3 angebaut, denn der dortige poröse Boden und das gemäßigte Klima (mit 1200 mm jährl. Niederschlag) in der Nähe des Sees sind hervor- ragende Voraussetzungen dafür. Die Ernte beginnt sehr zeitig im Jahr um die Tag- und-Nacht-Gleiche im Frühling, wenn die Knospen ca. 2 cm lang sind. Man benötigt dann über 100000 Teespitzen, um ein einziges kg eines der besten chin. Grünen Tees herzustellen. Der Tee 4 selbst ist spiralförmig, mit einem klaren grünen Aufguß mit Blütenaroma. Die Teebereitung 2 wird mit 80 Grad Celsius empfohlen.
 

BLOFELD 1988 schreibt über ihn:

„Diesen Tee kennt man auch unter dem Namen ‚Schleichender Jade-Frühling’. Nie- mand kann die Bed. dieses seltsamen Namens erklären. Der Tee wuchs auf dem östl. Gipfel des Tung-T'ing-Gebirges, nahe dem T'ai-Hu-See, nördl. von Shanghai in der Provinz Kiangsu. Früher einmal nannte man ihn ‚Fürchte-dich-zu-Tode-Tee’.

Vor langer Zeit waren Bauern damit beauftragt, diesen Tee zu pflücken. Nachdem sie ihre Körbe gefüllt hatten, pflückten sie weiter und versteckten die Blätter in ihrer Klei- dung, um sie heimlich zu verkaufen. Doch sie waren von der schweren Arbeit so erhitzt, daß die versteckten Blätter unter dem Einfluß des Schweißes faulig wurden, so daß ein Vorbeigehender ausrief: ‚Der Gestank von diesem Tee bringt mich noch um!’ Man sprach überall von diesem Vorfall, was dazu führte, daß der Tee seinen merk- würdigen Namen erhielt.

Jahrhunderte später trank der Manchu-Kaiser K'ang Hsi (Kangxi - reg. 1662 - 1774) während seiner bek. Reise durch die südl. Provinzen von diesem Tee und fand ihn köstlich. Doch der häßliche Name verursachte ein Stirnrunzeln des Monarchen. K'ang Hsi war es, der dem Tee seine jetzige Bezeichnung gab und ihn in den Rang eines wichtigen Tributtees erhob.“


Dies ist ein Ausschnitt aus dem Buch „Teelexikon – DAS Nachschlagewerk für alle Teetrinker!“
 
Mit freundlicher Unterstützung durch den Autor Dr. Hans-Bernd Böttger
 
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Literaturverweise
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