Lexikoneintrag "Ätherische Öle" Teelexikon

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 Ätherische Öle - flüchtige, geruchs- und geschmacks-intensive Gemische organische Verbindungen, welche mittels Wasserdampfdestillation aus Pflanzen bzw. Pflanzenteilen, wie Knollen, Zwiebeln, Rhizomen, Rinden, Blättern, Knospen, Blüten, Früchten bzw. Fruchtschalen und Samen gewonnen werden. Sie rufen den char. arteigenen Geschmack und Geruch von Gemüsen, Früchten und deren Zubereitungen hervor.
Ätherische Öle verharzen jedoch unter dem Einfluß von Luft und Licht (Autooxidation) und nehmen artfremden Geruch an.
Auch in den Blättern des Teestrauches (Tee 3) sind ätherische Öle vorhanden und damit ebenfalls im verarbeiteten Produkt (Tee 4) und dem Getränk (Tee 5) und haben so entsprechenden Einfluß auf die med. Wirkungen des letzteren. Im erkalteten Teeaufguß sind sie oftmals als Oberflächenfilm sichtbar, was jedoch keinerlei Qualitätsminderung bedeutet.

Andererseits werden bestimmte ätherische Öle zur Herstellung von aromatisiertem Tee ver- wandt.
In der Natur sind ätherische Öle oft in bes. Zellen (Exkretzellen, Exkretbehältern, Drüsenhaaren und -schuppen) abgelagert und liegen in glykosidischer Bindung vor.

Die Gewinnung erfolgt im wesentlichen durch Auspressen, Wasserdampfdestillation, Auszug mit leicht flüchtigen Lösungsmitteln (z. B. Äther, Alkohol, Chloroform) oder Enfleurage (Extraktionsverfahren mittels hochgereinigtem Fetts mit und ohne Anwen- dung von Wärme). Produktionsländer sind die GUS-Staaten, China, die USA, die lateinamerikanischen Staaten, Italien, Spanien, Australien, Indien, Indonesien, Mada- gaskar u. a.
Ätherische Öle. haben neben allg. diätetischen Eigenschaften auch antiseptische und gesund- heitsfördernde Wirkungen. Ihre appetitanregende und verdauungsfördernde Wirkung wird auf die Anregung der Magensaftsekretion zurückgeführt. Darüber hinaus wirken sie anregend auf die Herztätigkeit und die Atmung und haben blähungsmindernde und choleretische Wirkung.
BLOFELD 1988 schreibt dazu: „Die aromatischen Ö. im Tee spielen eine Rolle bei der Beruhigung der Nerven, der Sauerstoffzufuhr und für den Kreislauf. Abgesehen davon, daß sie den Geist und den Atmungsprozeß anregen. Mehrere Tassen starken Tees mit recht viel Zucker lindern fast unmittelbar Husten, Heiserkeit und Hals- schmerzen.


Dies ist ein Ausschnitt aus dem Buch „Teelexikon – DAS Nachschlagewerk für alle Teetrinker!“
 
Mit freundlicher Unterstützung durch den Autor Dr. Hans-Bernd Böttger
 
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