Eisen - Teelexikon

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Eisen - engl. iron, chem. Symbol Fe (von lat. ferrum) - chem. Element der 8. Nebengruppe des Periodensystems, wichtiges Schwermetall und lebensnotwendiges Spurenelement, das in tierischen und pflanzlichen Zellen als Bestandteil von Enzymen Bed. für die Atmung und die Photosynthese (Chlorophyll) hat.
Ein Erwachsener verfügt insges. über ca. 5 - 7 g E. im Körper, davon ca. 50 % als Hämoglobin-E. (Blut), knapp 10 % als Myoglobin-E. (Muskeln), ca. 20 % als Depot-E. (Ferritin und Hämosiderin) und ca. 20 % als Zell-E. (Hämin-Enzyme u. a.). Der Tagesbedarf liegt zwischen 8 mg (Kleinkinder) und 20 mg (Schwangere, Stillen- de). Mit einer gemischten Normalkost werden zwischen 14 und 60 mg Eisen je Tag aufgenommen.
Der Eisengehalt der Lebensmittel ist im allgemeinen niedrig, wobei die Milch mit 0,1 mg/100g zu den eisenärmsten Lebensmitteln gehört. Im Ei ist das Eisen im Eigelb konzentriert (7,2 mg/100g) und innere Organe sind bedeutend eisenreicher als Muskelfleisch. Mangel an Eisen bewirkt die Ausbildung einer Anämie (Blutarmut) sowie Depigmentierung der Haut und der Haare. Mangelerscheinungen treten dabei vor allem bei Frauen und Säuglingen auf.
Der Eisengehalt des Teeblattes zeigt große Variationsbreiten; der durchschnittliche Gehalt wird mit 15 mg Fe / 100 g TS angegeben. 
Das Teegetränk enthält allerdings auch eine Reihe von Verbindungen, die die
Eisenlöslichkeit und -verfügbarkeit beeinträchtigen und darüber hinaus auch die Aufnahme des Eisens aus gleichzeitig verzehrten anderen Lebensmitteln behindern. Von besonderer Bedeutung ist hierbei der Einfluß der Polyphenole, deren Gehalt von der Teesorte und der Art der Teebereitung 2 abhängt.
Daher sollte Tee 5 möglichst nicht zu Mahlzeiten, die für die Eisenversorgung wichtig sind, getrunken werden, sondern zu anderen Zeiten. Durch die Zugabe von Zitronensaft zu Schwarzteeaufgüssen läßt sich die Eisenverfügbarkeit aber erhöhen. 
Andere Stimmen warnen allerdings vor einer zu hohen Eisenaufnahme durch übermäßigen Fleischverzehr. Aus dieser Sicht kann die Eisenresorption bewußt durch Teekonsum gebremst werden.

Dies ist ein Ausschnitt aus dem Buch „Teelexikon – DAS Nachschlagewerk für alle Teetrinker!“
 
Mit freundlicher Unterstützung durch den Autor Dr. Hans-Bernd Böttger
 
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Literaturverweise
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